Familiengeschichten

Vielleicht ist auch dies irgendwie coronabedingt – dass ich so sehr mit Familiärem befasst bin. Immerhin lenkt es mich effektiv ab von diesem heillosen Drama um steigende Inzidenzen und Änderungen von Infektionsschutzgesetzen, um diverse Lockdowns und teils schrägen Protest dagegen und um Impfstoffe, die nicht zu haben oder nicht risikolos oder wirkungslos oder wasweißich sind. Ich spiele ein bisschen Vogel Strauss und stecke den Kopf in den Treibsand der familyaffairs. Obwohl es das davor selbstverständlich auch schon gab – familyaffairs. Trotzdem sehe ich mittlerweile fast alles nur noch durch die Coronabrille, als zwängte sie mir ihren Fokus auf, ob ich will oder nicht. Alles lodert auf unter diesem Brennglas, das Kleine wie das Große, das Nahe wie das Ferne.

Das Thema ´offene Türen´ ist nach wie vor präsent. Es ist jemand hereingekommen, mit dem wir uns schwer tun, und es stellt sich die Frage, wie offen die Türe sein soll, und wie wir sie, so es denn notwendig erschiene, wieder schließen ohne sämtliche Ideale des Anstands und der Nächstenliebe zu verraten. So wie ich keinen Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen will, will ich auch niemanden  fortschicken, der keine Bleibe hat. Verträglich benehmen sollte er sich freilich schon. Das Eigene will auch geschützt sein. Früher war das ganz einfach….

weiterlesen auf https://www.rottweil-ist-ueberall.de/magazin/topthema.php?conid=113&p=3

3 Gedanken zu “Familiengeschichten

  1. Mitzi Irsaj April 18, 2021 / 3:08 pm

    Einen Widerspruch kann ich nicht bieten ;). Mir hat der Text ausgesprochen gut gefallen und bei deinen Sätzen zur Kernfamilie, der Verantwortung die sich dreht (früher die Eltern für uns, jetzt immer öfter wir für sie…das zumindest war der Gedanke der mir dabei durch den Kopf schoss) oder auch das eine Scheidung etwas gutes oder zumindest nötiges sein kann, habe ich für mich genickt. Die Übertragung der Ehe auf Europa fand ich interessant und könnte nicht widersprechen. Zustimmen auch nicht, weniger wegen Widerspruch als viel mehr noch zu vielen für mich persönlich offenen Fragen. Als Beispiel…Tür zu für die Türkei…emotional ja, weiter gedacht, vielleicht lieber nicht. Da kommt im Moment ein hilfloses Schulterzucken, weil ich zwar eine Meinung habe aber selbst noch nicht sicher bin, was hier der richtige Weg ist. Um bei deinem Beispiel zu bleiben….die Ehe Europa hat eine Therapie nötig, ob sie in Scheidung gipfelt…hoffentlich nicht, aber manches muss überdacht werden. Dein Text ist einer den ich gerne öfter lese – gerade noch mal und darin viele Gedankenanstöße finde. Korrigieren oder widersprechen würde ich nicht. Im kleinen wäre das einer bei dem man im „echten“ Leben sagt: „Mach doch noch einen Wein auf. Das ist ein interessantes Thema.“ 🙂

    Gefällt 1 Person

Schreibe eine Antwort zu Mitzi Irsaj Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s