Frauen an die Macht

Für eine neue Bau- und Wohnpolitik

Die *Innen

Wie ich mir die Realität hinterm Sternchen vorstelle

Nichts geht, noch immer kein Biergarten, kein Freibad, kein Kino, kein Theater, aber es wird gebaut und gewerkelt, was das Zeug hält. In Hausen ist der Boden offen; da gibt’s ein ganz neues Wohngebiet am Ortsanfang. Es ist nicht die Sahneschnitte unter den Wohnlagen, nicht wie am Klosterbach ein Stück Natur, um welches das Herz blutet, aber weh tut´s allemal. Das Flächenversiegeln ist ein weiterer Teil Fußabdruck, der ohnehin schon viel zu groß ist, ein Stempel ´Mensch´. Mensch versus Natur. Gestern spazieren gewesen in der Stadt, Richtung Tannstraße hoch, Stadtrand, „Speckgürtel“, manche mögen´s appetitlich finden. Ich weiß nicht – Schottervorgärten und gestutzte Buchsbäume, Rindenmulch mit traurig grünen Einsprengseln. Es ist schon viel, wenn in einem eng begrenzten, ausgesuchten Rasenabteil ein paar Gänseblümchen blühen dürfen. Dafür Dekozeug vor der Tür, an dem noch unsichtbar das Preisschild hängt – „teuer“. Gruslig. Ich würde Schottergärten auch verbieten. Was soll das denn? Wer keine Lust auf Garten hat, wäre mit einer schicken Eigentumswohnung doch besser bedient. Diese Haltung „hier Mensch-dort Natur, dort Tier“, die haut halt nicht hin.

Wir müssen unseren Platz teilen und der Natur ihren berechtigten Raum geben. Ich habe schon lange nicht mehr ´grün´ gewählt; mir sind die Grünen viel zu konservativ und selbstgerecht geworden, dabei viel zu wenig ´grün´. Bei der nächsten Bundestagswahl mag das anders aussehen. Mir gefällt die Kanzlerkandidatin, und mir gefällt die Vorstellung eines Wechsels. Trotz Nachmeldung von Nebeneinkünften. Dumm gelaufen, muss man schon sagen. Aber im Vergleich zu den teils hanebüchenen Nebeneinkünften der CDU/CSU und den mitunter illegalen Zahlungen innerhalb anderer Parteien nimmt sich das schon deutlich bescheidener aus – und am Ende ja doch ehrlich; wie viele die hier schreien, melden selbst noch nicht mal nach?  Im Netz hyperventilieren sie schon. #baerbockverhindern. Die Afd hat Schaum vor dem Mund. Da regt man sich außerdem auf über Frau Baerbocks Gendern, als wäre das Makel und Sakrileg. Mit dem Gendern ist es ein bisschen wie mit dem Impfen. Im offiziellen Sprachgebrauch wäre es gut weit verbreitet, um einen bestehenden Missstand anzugehen, im Privaten soll es jede/r halten, wie er-sie-es für richtig empfindet. Es ist eine Haltung, eine von mehreren möglichen. Es hängt nicht die Welt davon ab. Die Grünen gelten als ´Verbotspartei´ und viele, die selbst so engstirnig sind, dass sie nur ein einziges Richtig dulden und in der Vielfalt sofort um die eigene Identität fürchten, schreien nach Freiheit, die zum Synonym für assiges Benehmen verkommt; ´nach mir die Sintflut´. In den Fünfzigern sah man das Ende der chemischen Industrie, als Wasserfilter verlangt wurden, in den Siebzigern das Ende der Freizügigkeit, als die Gurtpflicht kam und innerorts Geschwindigkeitsbeschränkungen… Als die Grünen in BaWü an die Macht kamen, wollte Seehofer, damals noch bayerischer Ministerpräsident, die Unternehmen nach Bayern holen, als Wirtschaftsflüchtlinge sozusagen. Es war gar nicht nötig. Jede Zeit hat ihre Freizügigkeit und ihre Verbote. Ich würde das gerne ´Lernen´ nennen; wir verbessern unsere Bräuche da, wo wir erkennen, dass etwas verkehrt läuft.

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